Equipment Housing
Deutsches Forschungsnetz dank Interxion effektiv vernetzt
Auf der Suche nach leistungsstarken und flexiblen Partnern zum Datenaustausch entschied sich der DFN-Verein bereits 1999, einen seiner Kernnetz-Standorte bei Interxion in Frankfurt aufzubauen. Der Interxion-Campus ist redundant an alle wichtigen Carrier-Netze angebunden. Dieser Netzknoten des Deutschen Forschungsnetzes – übrigens der einzige außerhalb der wissenschaftlichen Rechenzentren von Hochschulen oder Forschungseinrichtungen - wurde jetzt erweitert.
Die Herausforderung …
Die Netzknoten für das DFN-Breitband-Wissenschaftsnetz B-WiN befanden sich ausschließlich in Gebäuden und Grundstücken eines einzigen Anbieters. Für eine größere Unabhängigkeit entschied sich der DFN-Verein beim Aufbau seines neuen Netzes, dem Gigabit-Wissenschaftsnetz oder auch G-WiN, ausschließlich Stellflächen seiner Mitglieder zu nutzen. Die knapp 30 Netzknoten wurden alle in Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgebaut. Doch damit fehlte noch eine leistungsfähige Anbindung ans öffentliche Internet. „Unser Netz ist keine Insel. Wir benötigten Anschlussmöglichkeiten an verschiedene Tier-1-Internetprovider und das kostengünstig und mit hoher Bandbreite“, erklärt Martin Wilhelm, stellvertretender Geschäftsführer des DFN-Vereins.
Die Lösung …
Der DFN-Verein entschied sich, einen Frankfurter Netzknoten bei Interxion aufzubauen. Denn hier befindet sich neben einer großen Anzahl von Netzbetreibern und Internet Service Providern auch der DE-CIX, Deutschlands größter Internet-Austauschknoten. „Auf diese Weise konnten wir erheblich Leitungen sparen. Bei Interxion trifft sich alles, was Rang und Namen hat, und wir benötigen jeweils nur eine kostengünstige Inhouse-Verbindung zu den wichtigen Internet Providern“, so Wilhelm. Der Einzug erfolgte 1999 mit fünf Racks, in denen vor allem Router untergebracht waren. 2005 erfolgte der Wechsel zu einem Netz, bei dem der DFN-Verein die benötigten DWDM-Geräte selbst betrieb. Um die zusätzlich benötigte Stellfläche zu erlangen, erfolgte der komplette Umzug innerhalb des Interxion Rechenzentrums, wo im Dezember 2008 mittlerweile das zehnte Rack des Vereins aufgebaut und die Stromversorgung maßgeblich erweitert wurde.
„Die Sicherstellung unserer Dienstqualität spielt eine besonders wichtige Rolle. Interxion garantiert diese mit ausreichenden Stromkapazitäten, modernster Infrastruktur und zuverlässigen Abläufen“, betont Wilhelm. So schätzt er die Möglichkeit, im Notfall jederzeit Zugang zu seinen Geräten zu haben. Gleichzeitig sorgen umfassende Sicherheitsvorkehrungen dafür, dass ausschließlich autorisiertes Personal Zutritt erhält. Gerne greift der DFN-Verein auch auf den Hands & Eyes Service von Interxion zurück. „Interxion ist ein rundum professionell betriebener Rechenzentrumsbetreiber. Wir hatten bislang keinerlei Probleme, sind mit den Reaktionszeiten rundum zufrieden und sehen alle unsere Erwartungen optimal erfüllt“, fasst Wilhelm zusammen.
Der DFN-Verein ...
betreibt das Deutsche Forschungsnetz (DFN), über das Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschungsnahe Unternehmen in Deutschland untereinander und mit den Wissenschaftsnetzen weltweit verbunden sind. Der gemeinnützige Verein wurde 1984 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Unter den etwa 400 Mitgliedern befinden sich nahezu alle deutschen Universitäten und Fachhochschulen, darüber hinaus Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft und die Fraunhofer Gesellschaft sowie industrielle Mitglieder.
Vom DFN-Verein betriebene Netzwerke sind unter anderem:
- Breitband-Wissenschaftsnetz (B-WiN, 1996 – 2001)
- Gigabit-Wissenschaftsnetz (G-WiN, 2000 – 2005)
- X-WiN (seit 2006)
Mit Anschlusskapazitäten bis zu 30 Gigabit/s und einem Terabit-Kernnetz, das sich zwischen circa 60 Kernnetz-Standorten aufspannt, zählt das X-WiN zu den leistungsfähigsten Kommunikationsnetzen weltweit. Die Basis bildet ein bundesweites Netz von rund 10.000 Kilometern Glasfasern. Neben einer allgemeinen Internetplatt-form bietet der DFN-Verein den Mitgliedern eine Reihe weiterer Dienste wie Videoconferencing und Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.