auch Meet-Me-Room (MMR)
Im Central Patch Room (CPR) laufen alle Verbindungen zusammen – er ist ein wichtiger Punkt im Rechenzentrum, der mit einer Schaltzentrale oder einem Gehirn zu vergleichen ist.
Oft benötigen Kunden im Colocation -Rechenzentrum Verbindungen zu diversen Carriern , Internet Service Providern (ISPs), Internetaustauschknoten und anderen Unternehmen vor Ort. Teilweise verändert sich der Bedarf im Laufe der Zeit, sodass es anderer Übertragungstechnologien beziehungsweise Partner zum Datenaustausch bedarf. Um Aufwand und Kosten zu sparen und sich nicht mit jedem einzeln verbinden zu müssen, gibt es in vielen Rechenzentren den Central Patch Room (CPR). Das Konzept sieht vor, dass sich alle Kunden im Rechenzentrum nicht direkt miteinander, sondern über Vorverkabelungen mit diesem hochsicheren Bereich verbinden, zu dem in der Regel ausschließlich der Colocation-Betreiber Zutritt hat. Die Übergabe- beziehungsweise Demarkationspunkte stellen meist Patch-Panels im Bereich des Kunden und des CPR dar. Der Colocation-Betreiber kann dann im CPR mittels eines Cross Connects eine Verbindung zwischen den jeweiligen Parteien schalten, damit diese fortan Daten austauschen können. Diese Verbindung kann ein Kupfer-, Koaxial-, STP- oder Glasfaserkabel sein, worüber diverse Services wie Virtual Local Area Networks (VLAN)- oder Ethernet-Verbindungen angeboten werden können. Da die Verbindungen aller Kunden im CPR enden, können unkompliziert und schnell neue Verbindungen installiert und bestehende geschwenkt beziehungsweise rückgebaut werden.
Sind wie bei Interxion die verschiedenen Rechenzentren allesamt auf einem Campus untergebracht, können auch Interhouse-Connects durchgeführt werden. Die Rechenzentren sind durch eine Glasfaserinfrastruktur verbunden, sodass sich beispielsweise Kunde A über den CPR in FRA3 problemlos mit Kunde B im CPR von FRA6 verschalten lassen kann. Sind die Rechenzentren eines Anbieters hingegen in der Stadt verteilt, sind diese Verschaltungen nicht so einfach zu realisieren: Metroverbindungen sind in der Regel aufgrund der längeren Kabelwege teurer und führen zu höheren Latenzzeiten .