auch Internet Exchange Point (IXP), Internet-Knoten, Internet-Austauschpunkt, Peering Point (PP)
Internetaustauschknoten sind die zentralen Schnittstellen zwischen den einzelnen Datennetzen im Internet.
Der Internetaustauschknoten bietet eine Infrastruktur, über die die angeschlossenen Teilnehmer wie Carrier, Internet Service Provider (ISP) und Forschungsnetzwerke mit allen anderen angeschlossenen Teilnehmern schnell und kostengünstig Daten austauschen können. Dies wird in der Regel durch ein Peering -Abkommen geregelt. Die Teilnehmer zahlen für die genutzten Ports, wobei die Kosten von der gewählten Datenübertragungsgeschwindigkeit abhängen, die zurzeit zwischen zehn MBit/s bis zehn GBit/s liegt.
Es gibt kleinere Internetaustauschknoten, etwa für regionale Carrier , und große, die den Datenaustausch auf nationaler oder sogar internationaler Ebene ermöglichen. Die große Auswahl an Verbindungen sorgt dafür, dass der Datenaustausch effizient, hoch skalierbar und ausfallsicher erfolgen kann. Weltweit gibt es über 100 solcher Knotenpunkte, davon mehr als 60 in Europa. Einer der wichtigsten und größten ist der in Deutschland ansässige DE-CIX (Deutscher Commercial Internet Exchange), der in den Frankfurter Interxion Rechenzentren betrieben wird. Er vermittelt Daten von über 350 Internet Service Providern aus über 40 Ländern mit Spitzenwerten beim Datendurchsatz von über einem Terabit/s (Stand 2011), wobei das mögliche Leistungsmaximum bei einem Datendurchsatz von bis zu 40 Terabit/s liegt. Ein weiterer wichtiger Internetaustauschknoten in Deutschland ist der ECIX (European Commercial Internet Exchange), an den mehr als 100 Mitglieder angeschlossen sind und bei dem der Datendurchsatz zu Peakzeiten bis zu 35 Gigabit/s beträgt. Er wird in Düsseldorf im Rechenzentrum von Interxion betrieben.
Interessant ist der Anschluss an einen Internetaustauschknoten vor allem für Unternehmen, die direktes Peering mit mehreren Partnern benötigen. Sie müssen lediglich einen Vertrag schließen und können sich dann mit einer beliebigen Zahl an Carriern verbinden. Dadurch können sie Kosten für Traffic, Administration und Verbindungen sparen und die Abhängigkeit von einzelnen Providern reduzieren. Gleichzeitig ermöglicht der Anschluss höhere Bandbreiten und bessere Latenzzeiten .