Frankfurt ist auf dem Weg ins Cloud Computing
Rund 260 geladene Gäste waren am 7. Oktober in die IHK Frankfurt gekommen, um beim „Frankfurter Symposium für Digitale Infrastruktur“ mehr über die Potenziale der IT „aus der Wolke“ zu erfahren. Unter dem Motto „Metropole auf dem Weg ins Cloud Computing“ lud Interxion bereits zum zweiten Mal zu der hochkarätigen Veranstaltung, bei der namhafte Experten aus Politik und Wirtschaft zu Wort kamen.
In der Eröffnungsrede wies Peter Knapp, Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH, auf die idealen technischen Voraussetzungen zum Betrieb von Cloud Computing in der Mainmetropole hin: verfügbarer und qualitativ hochwertiger Strom, eine sehr gute Breitbandversorgung und entsprechende Rechenzentrumskapazitäten. Dem schloss sich Dr. Mathias Müller, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main, an und unterstrich gleichzeitig die Bedeutung der Finanzindustrie, die als Treiber neuer Technologien insbesondere in Frankfurt eine entscheidende Rolle spielt. Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, präsentierte die Initiativen des Ministeriums, die Teil des Aktionsprogramms „Cloud Computing“ der Bundesregierung sind. Dabei unterstrich er die Potenziale dieser Technologie, wies gleichzeitig aber auch auf Sicherheitsfragen und die notwendige politische Gestaltung hin.
Die „Frankfurt Cloud“ ist ein von der Deutschen Bank initiiertes Projekt, das zusammen mit der Frankfurter Goethe-Universität und Interxion umgesetzt wird. Deutsche Bank Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer Hermann-Josef Lamberti erläuterte das Engagement der Großbank und stellte anschaulich die Potenziale der „IT aus der Steckdose“ – insbesondere auch für mittelständische Unternehmen – vor. Cloud Computing sei für die Deutsche Bank kein neues Feld, das Unternehmen hat bereits vor drei Jahren seine erste „Rechner-Wolke“ geschaffen. Mit verschiedenen Definitionsansätzen erklärte Dr. Said Zahedani, Senior Director Developer Platform and Strategy Group und Mitglied der Geschäftsleitung der Microsoft Deutschland GmbH, die verschiedenen Ebenen von Cloud Computing. Zusätzlich präsentierte er Microsofts Angebot in diesem Bereich und verdeutlichte die Unterschiede zwischen der so genannten Public und der Private Cloud. Ivo Totev, Mitglied des Group Executive Board bei der Software AG, betonte in seinem Vortrag die Bedeutung des Industriestandorts Deutschland. Technologien „Made in Germany“ wirken sich durch die Verkürzung der Innovationszyklen positiv auf die Unternehmens-IT aus.
Zwischen den Vorträgen boten Pausen mit erstklassigem Essen reichlich Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen. Das Symposium wurde von den Teilnehmern und den Veranstaltern einhellig als sehr erfolgreich gewertet.
Videos des 2. Frankfurter Symposiums für Digitale Infrastruktur:
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