01-19-2010

Hessens Wirtschaftsminister Posch bei Interxion:

  • Bedeutung leistungsfähiger Datennetze wächst
  • Flächendeckende Grundversorgung bis Ende 2011

 Leistungsfähige Datennetze werden nach Ansicht des hessischen Wirtschaftsministers Dieter Posch ein immer wichtigerer Standortfaktor. Bei einem Besuch bei dem Unternehmen Interxion am Dienstag in Frankfurt am Main, begrüßte Posch ausdrücklich die Diskussion über den Ausbau der Breitbandnetze in Hessen: „Auch wenn in manchen Landkreisen mit dem Land kontrovers diskutiert wird, wie viel Bit vom Land zu finanzieren sind, bin ich froh, dass die Bedeutung von Breitband als Standortfaktor auch in den Kommunen außerhalb der Ballungszentren angekommen ist. Vor gut zwei Jahren hatten noch ein Drittel der Landkreise kein Interesse an dem Thema angemeldet.“

Posch äußerte Zuversicht, bis Ende 2011 eine Grundversorgung in Hessen von 6 bis 12 MBit/s flächendeckend zu erreichen. Leistungsstärkere Hochgeschwindigkeitsnetze außerhalb der rentablen Großstädte zu installieren, werde jedoch eine Aufgabe sein, die Bund, Länder, Gemeinden nur gemeinsam mit der Wirtschaft verwirklichen könnten. Experten schätzten, dass eine glasfaserbasierte Infrastruktur für Hessen mit zwei Milliarden Euro anzusetzen sei. Die Balance zwischen Staatseingriff und Marktgeschehen sei dabei nicht leicht zu finden.

Wie diese Herausforderung mit Hilfe der Telekommunikationsinfrastrukturanbieter zu bewältigen ist, war eines der Gesprächsthemen des Ministers bei Interxion. Die Rolle der TK-Anbieter beim Betrieb stabiler Netze sei angesichts wachsender Gefahren aus dem Internet nicht zu unterschätzen, sagte Posch.

Früher waren gut ausgebaute Autobahnen, Schienennetze und Wasserwege die entscheidenden Parameter für einen erfolgreichen Standortwettbewerb. Heute entscheiden perfekt ausgebaute Glasfasernetze und hochverfügbare Rechenzentrumskapazitäten vor Ort über die Attraktivität eines Wirtschaftsstandorts. Frankfurt hat sich aufgrund seiner hervorragenden digitalen Infrastruktur zum Zentrum der nationalen digitalen Wirtschaft entwickelt und hat mittlerweile auch eine führende internationale Bedeutung erlangt. Als größter „Datenumschlagsplatz“ Deutschlands ist der Rechenzentrumscampus von Interxion seit vielen Jahren für den nationalen und internationalen Datenaustausch von zentraler Bedeutung. Mit dem diesjährigen Neubau des sechsten Rechenzentrums in Frankfurt induziert Interxion weitere Wertschöpfung für den Wirtschaftsstandort Frankfurt und darüber hinaus.

Interxion baut seit Jahren den Standort Frankfurt am Main ohne finanzielle Unterstützung des Staates erfolgreich aus. Das Unternehmen bietet Zugang zu 15 wichtigen europäischen Internetknoten sowie zu den Netzen von insgesamt 460 Betreibern.

 

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